by Spreng Ben, flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Der Universität ist vorbehalten, was nur der Mensch durch und durch in sich finden kann, die Einsicht in die reine Wissenschaft. Zu diesem Selbst-Actus im eigentlichsten Verstand ist nothwendig Freiheit und hülfreiche Einsamkeit. […] Das Wesentliche [ist], dass man in enger Gemeinschaft mit Gleichgestimmten und Gleichaltrigen, und dem Bewusstseyn, dass es am gleichen Ort eine Zahl schon vollendet Gebildeter gebe, die sich nur der Erhöhung und Verbreitung der Wissenschaft widmen, eine Reihe von Jahren sich und der Wissenschaft lebe.

(Wilhelm von Humboldt)

Ideal und Wirklichkeit

Die Humboldtsche Idee der Universität gründet auf der Einheit von Forschung und Lehre, der Bildung durch forschendes Lernen, der Persönlichkeitsbildung, der Einheit der Wissenschaften und der Freiheit von Forschung und Lehre.

Studieren kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “nach etwas streben” – nach Erkenntnisgewinn nämlich. Studieren, das bedeutet, etwas genau zu beobachten, einer Sache auf den Grund zu gehen, etwas zu erforschen, sich eingehend damit zu beschäftigen, nachzuspüren, aber auch sich dabei etwasanzueignen. Studieren heißt: Denken lernen, (wissenschaftlichen) Erkenntnisgewinn erleben – gleichzeitig aber jede Erkenntnis aufs neue zu prüfen, zu hinterfragen, zu falsifizieren und zu neuer Erkenntnis zu kommen. Die Universität ist in diesem Sinne ein Ort des Studierens: der Ort des gemeinsamen Studierens. In der universitas magistrorum et scholariumstudieren Kommiliton*innen zusammen: Dozierende und Studierende (mit Studierenden sind hier nicht Studierende gemeint: auch ProfessorInnen lernen, auch Lernende lehren!) forschen, lehren, lernen und verwalten die Universität gemeinsam. Dadurch haben sie die Freiheit, die Wissenschaft benötigt. Aber diese Idealvorstellung wird häufig nicht praktiziert. Zunehmend regt sich Kritik an der Universität nach Bologna, nicht nur von Studierenden, immer mehr auch von Lehrenden und vonseiten der Politik.

Wir wollen studieren! Aber wie?

Aber nicht alles ist schlecht, schließlich studieren wir auch gerne und schließlich gibt es immer noch genügend Freiräume oder können diese erstritten werden, um selbstbestimmt zu studieren. Es gilt lediglich, selbst die Initiative zu ergreifen und das Studium als Studium zu begreifen, nicht als reine Berufsausbildung. Gemeinsam mit Kommilitonen kann man viel Lernen, kann Projekte organisieren und wird in aller Regel von den Lehrenden mit Begeisterung unterstützt. Prof. Birger Priddat hat in diesem Zusammenhang von „Uni-Partisanentum“ und „Freiheitskämpfern“ der Universität gesprochen, die die Studierenden sein müssten, um eigenständig und selbstbestimmt studieren zu können und nicht durch die Modulzwänge als passive Bildungskonsumenten durch die Uni geschleust zu werden.

Wir als Studierendenrat versuchen, euch dabei zu helfen, euch im Studium zurecht zu finden und es so frei und flexibel zu gestalten, wie ihr es euch vorstellt. Dazu bieten wir im Wintersemester stets unsere Einführungswoche für Erstsemester und Standortwechsler an, in der wir einen Überblick über die Strukturen und Ordnungen der Universität und das Lehrangebot am Historischen Seminar geben. Außerdem bieten das ganze Semester über Studien- und Sozialberatung an und organisieren und unterstützen studentische Projekte und Seminare.


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