flickr (CC BY 2.0)

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Bilden, denken, politisches Bewusstsein entwickeln!

Neben der Vertretung der Studierenden und ihrer Interessen in Universität und Gesellschaft ist die politische Bildung eine der zentralen Aufgaben der Studierendenschaft (vgl. den Aufruf zum politischen Mandat des Ältestenrates). Die Studierendenschaft „hat insbesondere die hochschulpolitischen, sozialen und kulturellen Belange der Studierenden in Hochschule und Gesellschaft wahrzunehmen. Sie hat die Aufgabe, die politische Bildung der Studierenden und die Verwirklichung der Aufgaben der Hochschule zu fördern“ (§ 20 Abs. 1 NHG). „Im Rahmen der vorstehenden Aufgaben fördert sie die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der Studierenden“ (§ 2 Abs. 3 SvS). Ziel politischer Bildung ist politische Mündigkeit:

Ein wichtiger Bestandteil der politischen Mündigkeit ist Wissen. Dabei geht es nicht um einfaches Faktenwissen, sondern um fundiertes Erklärungswissen, das ein Verstehen politischer Phänomene erlaubt. Zu diesem Wissen gehören etwa die Mechanismen des parlamentarischen Regierungssystems, der Gewaltenteilung und der Marktwirtschaft, die Prinzipien des Rechtsstaates sowie die Normen und Strukturen der internationalen Politik. Es handelt sich also um relevantes Wissen über zentrale Elemente makropolitischer Zusammenhänge.

Dann ist das Verantwortungsbewusstsein ein Bestandteil der politischen Mündigkeit. Dieses besteht zumindest darin, der Politik ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit zu schenken und dabei auf das Wohl der näheren sozialen Umgebung wie auch des staatlichen Gemeinwesens bedacht zu sein. Verantwortungsbewusstsein zeigt sich darüber hinaus darin, dass man in politischen Dingen rational und nicht affektiv oder emotional urteilt und handelt.

Schließlich bildet der Wille zur politischen Partizipation und zum politischen Engagement einen Bestandteil der politischen Mündigkeit. Mündigkeit liegt aber nicht erst dann vor, wenn ein Maximum an Partizipation und Engagement praktiziert wird. Politische Mündigkeit ist bereits dann gegeben, wenn der Einzelne trotz seiner Passivität weiß, wie er gegebenenfalls politisch aktiv werden kann. Und wenn er imstande ist abzuschätzen, welche Anstrengungen dabei auf ihn zukommen und welche Erfolgsaussichten sein Engagement hat.

Politische Mündigkeit verlangt nicht nur Einstellungen, sondern auch Fähigkeiten. Die wichtigste Fähigkeit ist die politische Urteilsfähigkeit. Deren Förderung stellt deshalb eine Kernaufgabe der politischen Bildung dar. Der wesentliche Grund für die Bedeutsamkeit dieser Fähigkeit liegt im legitimierenden Prinzip der Demokratie, der Volkssouveränität.

(Joachim Detjen: Zum Verhältnis von politischer und kultureller Bildung. 29.09.2009. CC: by-nc-nd/2.0/de)

Als Organ der Verfassten Studierendenschaft kommt auch der Studierendenrat Geschichte den oben umrissenen Aufgaben nach. Politische Bildung ist für uns existenzieller Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft und unweigerlich mit der Universität verzahnt. Nach der Schule ist die Universität der Ort, an dem politische Bildung umgesetzt werden soll und muss – hier lernen wir das Denken!

Politische Mündigkeit und also politische Bildung braucht es innerhalb der Studierendenschaft aus dem gleichen Grunde, warum sie in einer demokratischen Gesellschaft nötig ist: Ohne politische Bildung keine politische Mündigkeit, ohne politische Mündigkeit, keine politische Partizipation, ohne politische Partizipation keine Hochschulpolitik, keine selbstverwaltete Studierendenschaft und keine selbstverwaltete Universität! Die Organe der Studierendenschaft, insbesondere an der studentischen Basis, darben häufig an Nachwuchsproblemen und mangelnder Partizipation – um diesen Problemen zu begegnen und langfristig nachhaltige Hochschulpolitik betreiben zu können, muss politische Bildung innerhalb der Studierendenschaft unweigerlich forciert werden!

Um ein ständigen politisches Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen, haben wir an dieser Stelle einige Dokumentationen und Verweise gesammelt, die euch einen ersten Blick auf kritische politische Zusammenhänge ermöglichen sollen. Auch der AStA und andere Gruppen an der Uni betreiben politische Bildungsarbeit. Außerdem seid ihr herzlich eingeladen in unserem HistorikA-Café über politische Fragen zu debattieren.


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