Hochschulpolitik. NÖ! oder DOCH! – gemeinsam gestalten

Politik sei langweilig, man habe keinen Einfluss, man könne nichts ändern und Zeit, sich zu engagieren, habe man ohnehin nicht. Das sind einige der typischen Antworten, die man auf die Frage bekommt, warum Kommilitonen sich nicht in der Hochschulpolitik einbringen. Unlust, Zeitmangel, Leistungsdruck in der Uni, Freunde und Hobbies außerhalb derselben. Und: Politik ist ödes Zeug!

Quatsch! Natürlich gibt es Leistungsdruck und Zeitmangel (insbesondere, da die meisten Studierenden neben einem Vollzeitstudium auch noch Erwerbsarbeit leisten, um sich ihr Studium, ihren Lebensunterhalt und ihre Wohnung überhaupt finanzieren zu können!) – und auch das ist richtig: Politik kann langweilig und anstrengend sein – muss sie aber nicht! Gemeinsam zu organisieren, zu gestalten, zu diskutieren, zu lernen und zu lehren, das macht Universität aus, das ist Studium – und das macht Spaß.

Was ist Hochschulpolitik?

Hochschulpolitik ist Politik im klassischen Verständnis: Bundes- und Landespolitik. Hochschulpolitik ist aber auch und im wesentlichen Politik in der Hochschule/Universität, das heißt Selbstverwaltung, Selbstgestaltung. Wie diese Selbstverwaltung im akademischen wie im studentischen Bereich an der Uni Hannover strukturiert ist, haben wir hier angerissen. Studentische Hochschulpolitik bedeutet dann 1. Selbstverwaltung im Rahmen der Verfassten Studierendenschaft und Anteil an der akademischen Selbstverwaltung und damit der Strukturen und Ordnungen der Universität, 2. innerhalb der Verfassten Studierendenschaft und darüber hinaus flexible und dynamische Organisierungsformen zu bilden, um die Interessen der Studierenden zu vertreten, die Studierendenschaft politisch zu bilden und 3. aber auch kulturelle und soziale Veranstaltungen selbst organisieren – als Studierende sind wir so frei wie später nie wieder und sind wir es nicht, so müssen wir uns die nötigen Freiräume erstreiten, damit aufklärerisches Denken, kritische Wissenschaft und politisches Bewusstsein einen Platz hat in unserer Universität. Die Uni gehört uns – gestalte mit.

Engagement an der Universität

Hochschulpolitisches Engagement ist also breit gefächert: von konkreter Gremienarbeit, über die Organisation von eigenen (Lehr-) Veranstaltungen, Partys und vielem mehr. Hier ein Beitrag des TestbildTV über studentisches Engagement an der Uni Hamburg, der beispielhaft einige Möglichkeiten studentischen Engagements und studentischer Mitgestaltung präsentiert:

Revolution im Kleinen? Hochschulpolitik als politische Mitgestaltung der gesellschaftlichen Realität begreifen

Einen Ansatz, wie wir die Rolle der Universität und damit Hochschulpolitik verstehen oder weiterdenken könnten, lieferte Rudi Dutschke – ihm ging es um gesamtgesellschaftliche Aufklärung, um Emanzipation und kritisches Denken. Die Universität sei dabei ein wesentlicher Akteur – nicht um elitär Antworten zu liefern, sondern um als Raum des kritischen Denkens konkrete Ideen zu entwickeln, die durch gesellschaftliche Kooperation gesamtgesellschaftlich ausgeformt werden könnten. Aus dieser Perspektive kommt studentischer Hochschulpolitik eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung zu:

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