Archive for the 'Studium' Category

Wir protestieren! Positionierung zur geplanten epochalen Umstellung des Masterstudiengangs

Der Studierendenrat Geschichte positioniert sich gegen die geplante epochale Umstellung des Fachmasterstudiengangs, welche den bisherigen systematischen Zugang ersetzen soll – und die ohne maßgebliche Beteiligung und gegen das Interesse der Studierenden umgesetzt werden soll!

In diesem Sinne haben wir ein Konzept- und Positionspapier verfasst, in dem wir Stellung zum bisherigen Überarbeitungsprozess beziehen, darlegen, warum ein epochal strukturierter Master die bisherigen Mängel nicht beseitigen kann, und einen Vorschlag für eine Überarbeitung des systematischen Zugangs mit einer Reihe genereller Forderungen an das Lehrangebot verknüpfen.

DOWNLOAD KONZEPTPAPIER


Als Diskussionsgrundlage haben wir dieses Papier heute allen Dozierenden des Historischen Seminars zugeschickt und werden diesbezüglich am Donnerstag ein Gespräch mit dem Uni-Präsidenten Epping führen.

Wir bitten außerdem unsere Kommiliton*innen um Unterstützung bei der Zusammenstellung eines Meinungsbildes der Studierenden, das bisher nicht schriftlich fixiert vorliegt. Schreibt uns dazu gerne eine Mail, in der ihr eure Meinung zu der anstehenden Umstellung von einem systematischen Zugang zu einem epochalen Zugang schildert und uns kurz mitteilt, in welchem Fachsemester ihr in welchem Studiengang studiert (die Auswertung erfolgt selbstverständlich anonym!).

 

Mit entschlossenen und solidarischen Grüßen

euer Studierendenrat Geschichte

 

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Änderung der Prüfungsordnung des Fachmaster Geschichte (M.A.) zum Wintersemester

Liebe Kommiliton*innen im Fachmaster (M.A. Geschichte) und Anwärter*innen,
zum Wintersemester tritt eine Änderung der Prüfungsordnung des Fachmasterstudiengangs in Kraft: die vorherigen Module Schlüsselkompetenzen, Projektmodul und Interdisziplinärer Schwerpunkt gehen im neuen Modul Professionalisierungsbereich auf, das insgesamt 30 Leistungspunkte umfasst und keine Prüfungsleistung enthält.
Diese Änderung ist das Ergebnis eines langen Diskurses innerhalb des Historischen Seminars, an dem Vertreter*innen der Hochschullehrer*innen, der Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und der Studierenden teilgenommen haben – und der erste Schritt einer Umstrukturierung des Studiengangs. Das neue Modul soll Freiraum für (Auslands-) Praktika, Studienaufenthalte im Ausland und qualifizierende Kurse und Projektseminare bieten, der eine grundlegende inhaltliche/methodische Vorbereitung auf die Masterarbeit ermöglicht. Bereits im ersten Fachsemester können die Studierenden künftig mit einer/m Professor*in die Inhalte und Schwerpunkte ihres Studiengangs planen und eine entsprechende Füllung des Professionalisierungsbereichs beraten. Wir finden, dies ist eine wirklich gute Möglichkeit, das Erlernte praktisch zu erproben, einen Auslandsaufenthalt noch stärker in den Studienverlauf einzubinden, als es ohnehin schon möglich ist, oder beispielsweise Quellenbestände zu erschließen, sich Sprachen anzueignen usw.
Natürlich gehen bereits abgeschlossene oder anstudierte Module nicht verloren! Die Überführungsmatrix der Studiengangskoordinatorin des Studiendekanats zeigt, wie im Regelfall erbrachte Leistungen in die neue Struktur überführt werden können. Weitere Informationen findet ihr auch auf der Homepage des Historischen Seminars. Bei Beratungsbedarf verweisen wir sehr gerne an Frau Rost (Studiengangskoordinatorin), die unkomplizierte Hilfe bietet.
Überfürhungsmatrix des Studiendekanats

Überfürhungsmatrix des Studiendekanats

Fachgruppenvollversammlung: Latein?! Fachmaster?!

Auf Beschluss des Fachrates Geschichte laden wir euch ganz herzlich zu einer Fachgruppenvollversammlung am 29.06.2016, um 18 Uhr, ein. Die vorläufige Tagesordnung umfasst folgende Punkte:

0. Begrüßung/Formalia
1. Latein (bzgl. Nachweispflicht für M.Ed., Mangelangebot an Intensivkursen)
2. Fachmaster (Info über aktuelle Entwicklung)
3. Verschiedenes

Bei der fachgruppenvollversammlung sind alle Studierenden der Studiengänge Fächerübergreifender Bachelor (B.A.) mit Geschichte als Major oder Minor, Fachmaster Geschichte (M.A.), Lehramtsmaster Geschichte (M.Ed.), Fachmaster Atlantic Studies (M.A.) und Promovierende am Historischen Seminar stimmberechtigt, außerdem alle anderen Mitglieder der Hochschule rede- und antragsberechtigt. Die Tagesordnung kann durch Beschluss ergänzt werden.

Erstsemesterwoche – Willkommen am Historischen Seminar!

Leibniz Universität hannover

Liebe Erstsemester, von uns liebevoll ErSies genannt,

Willkommen an der Uni Hannover und dem Historischen Seminar.

In der nächsten Woche stehen wir, der Studierendenrat Geschichte, euch mit Rat und Tat zur Seite, um euch den Einstieg in das Studium zu erleichtern und so entspannt wie möglich zu gestalten. Die ganze Woche über bietet wir Beratung und einzelne Veranstaltungen an, in denen das Studium am Historischen Seminar erläutert, studentische Initiativen vorgestellt werden und ihr die Möglichkeit habt uns und eure neuen Kommilitonen kennenzulernen. Wir freuen uns auf euch!

Montag – 12.10.

10-14 Uhr allgemeine Einführung und Beratungsgruppen: Im Anschluss an die Begrüßung des Präsidiums im Lichthof bieten Studierende des Historischen Seminars allgemeine Einführungen und Beratungsgruppen für Erstsemester an. Dabei werden Hinweise zur Orientierung im Studium gegeben und Fragen rund ums Studium geklärt. Außerdem wird Euch bei der Erstellung von Stundenplänen und beim Anmeldeverfahren für die Einführungsseminare tatkräftig geholfen. Treffpunkt für diese Einführungsveranstaltung ist das HistorikA-Café (Im Moore 21, Hinterhaus, 1. Etage). Um den Weg zu finden, werden Euch Studierende nach der Begrüßung im Lichthof vor dem Hauptgebäude abholen, diese sind an der roten Fahne des Studierendenrat Geschichte zu erkennen.

14 UhrCampus-Rallye: Im Anschluss an die Beratungsgruppen bietet die mittlerweile berühmt-berüchtigte HistorikA-Campus-Rallye allen Erstsemestern die Möglichkeit, den Campus und vor allem seine neuen Kommilitonen mit Spiel, Spaß und der richtigen Verpflegung besser kennenzulernen – ein absolutes Muss für jeden Studienanfänger.

Dienstag – 13.10.

10 – 18 UhrBeratungsgruppen: Erneut werden im HistorikA-Café in Beratungsgruppen Eure Fragen rund ums Studium geklärt und Euch bei Seminarwahl und Stundenplänen geholfen.

13:30 UhrVorstellung der Lehrpersonen: Studierende bringen Euch zur Einführungsveranstaltung der Lehrpersonen des Historischen Seminars, in der Ihr erste wichtige Eindrücke sammeln könnt. Im Rahmen dieser Veranstaltung stellen wir uns, den Studierendenrat Geschichte, eure demokratische Vertretung am Historischen Seminar, und unsere Arbeit vor.

Mittwoch – 14.10.

10 – 16 UhrBeratungsgruppen

16:30 UhrVorstellung der studentischen Initiativen: Jenseits von Vorlesungen und Seminaren gibt es einige studentische Initiativen am Historischen Seminar, die wir Euch vorstellen möchten. Hierzu zählen der Studierendenrat Geschichte (der Fachrat der Historiker), das HistorikA-Café (das studentische Café), der Avalist (die studentische Zeitung am Historischen Seminar), der FC Kniefall Warschau (das Historiker Fußball Team) und vieles mehr.

18 Uhr Ratssitzung: Jeden Mittwoch in der Vorlesungszeit tagt der Studierendenrat Geschichte um 18 Uhr im HistorikA-Café. Die Sitzungen sind hochschulöffentlich – kommt gerne vorbei, schaut uns bei der Arbeit zu und entscheidet mit.

Donnerstag – 15.10.

10 – 16 UhrBeratungsgruppen

16 Uhr – Vorstellung der ErSie-Fahrt im Café

19 UhrKneipenabend: Damit das Geschichtsstudium nicht zu einer trockenen Angelegenheit wird und in gemütlicher Runde Kontakt zu anderen Studies (auch höheren Semesters) geknüpft werden können, treffen wir uns im HistorikA-Café und gehen gemeinsam in die ein oder andere Kneipe oder Bar in der Umgebung.

Freitag – 16.10.

10-15 UhrBeratungsgruppen

Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Homepage des Historischen Seminars und auf unserer Homepage oder Facebook-Seite, außerdem haben wir eine Facebook-Gruppe für euch angelegt, in der ihr auch außerhalb der Beratungswoche immer Fragen stellen könnt – natürlich könnt ihr uns auch Mails schreiben. Generell gilt, dass ihr IMMER Hilfe im HistorikA-Café findet und der Studierendenrat euch bei allen Fragen rund um’s Studium, bei Problemen, Sorgen und Beschwerden als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Auch in unserer neuen Avalist-Ausgabe (studentische Zeitschrift am Historischen Seminar), die ihr in der Einführungswoche von uns bekommt, haben wir nochmal einige wichtige Informationen zusammengetragen.

Euer Studierendenrat Geschichte

PS: Wir holen euch am Montag vor dem Welfenschloss ab, achtet auf unsere rote HistorikA-Fahne. Wenn ihr den Weg alleine findet, könnt ihr natürlich sehr gerne auch direkt ins Historische Seminar und dort ins HistorikA-Café (erster Stock, Ende des Flurs) kommen.

 

Vorbereitung ErSie-Woche + Ratssitzung in den Semesterferien

Liebe Kommiliton_innen,

wir hoffen, ihr habt angenehme Semesterferien und könnt das Wetter genießen! Unterdessen planen wir bereits die ErSie-Woche. Wie immer suchen wir helfende Hände für die vielen Stationen bei der ErSie-Rallye und auch Freiwillige, die Lust haben, in der ErSie-Woche die neuen ErSies zu beraten. Wer bei der Beratung helfen möchte, muss bei unserer gemeinsamen „Schulung“ am 8. und 9.10. jeweils ab 12 Uhr (mindestens an einem der beiden Tage müsst ihr dabei sein – das ist dieses Mal besonders wichtig, da die Umstellung auf das Basismodulmodell zum kommenden Semester erfolgt!). Wir freuen uns auf euch!

Außerdem findet in der vorlesungsfreien Zeit auch noch eine Ratssitzung statt und zwar am 16.09. um 15 Uhr.

Liebe Grüße

euer Studierendenrat

Druckservice am HistSem!

druckservice

Ab heute kann im ITS/CIP-Pool im Moore nicht mehr gedruckt werden. Stattdessen bietet der Studierendenrat Geschichte in Kooperation mit dem Historischen Seminar einen Druckservice an. Kommt also einfach zu den angegebenen Zeiten ins HistorikA-Café und fragt nach dem Druckservice!

Wie studieren wir eigentlich?…

Ankündigungsplakat

Ankündigungsplakat

Der Studierendenrat Geschichte und der Vorstand des Historischen Seminars laden zu einer offenen Diskussionsveranstaltung für Studierende und Dozierende des Historischen Seminars ein. In ungezwungener Atmosphäre im HistorikA-Café wollen wir gemeinsam über das Studium am Historischen Seminar diskutieren: Wie studieren wir eigentlich? Was läuft gut? Was läuft schlecht? Was können wir gemeinsam verbessern?

Weiterlesen ‚Wie studieren wir eigentlich?…‘

Das Bielefeld der Hochschulpolitik: den Bologna-Prozess gibt es gar nicht!

by Nick Jaussi, flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

by Nick Jaussi, flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Die Bologna-Erklärung der europäischen Bildungs- und Wissenschaftsminister von 1999 und ihre Folgeerklärungen zielten auf eine Flexibilisierung der Studienstrukturen, auf eine größere Mobilität der Studierenden, auf die dafür notwendigen, vergleichbaren Anrechnungssystemen von Studien und Prüfungsleistungen und auf eine stärkere Einbeziehung der Studierenden in die Gestaltung der europäischen Hochschulen. Die Erklärung von Leuven (2009) forderte außerdem eine Beteiligung der Studierenden an der demokratischen Zivilgesellschaft.

Diese Ziele sind lobens- und unterstützenswert, unmittelbare rechtliche Konsequenzen ergeben sich aus ihnen jedoch keine, denn Bildungs- und Wissenschaftswesen liegen im Zuständigkeitsbereich der Länder, und erreicht wurden sie auch nicht. Von Leistungspunkten, Modulkatalogen usw. war ursprünglich keine Rede. Mittlerweile jedoch hat sich der so genannte Bologna-Prozess zu einem vermeintlich unumkehrbaren selbstreferenziellen Teufelskreis entwickelt und erscheint Ministerien, wie Universitäten, Fakultäten und Fachbereichen gemeißeltes Gesetz. Die Verknüpfung von arbeitswerttheoretisch hergeleiteten ECTS mit starren Modulstrukturen (ein scheinbar notwendiger Schutz für die Studierenden vor Anrechnungswillkür und zugunsten von transparenten Studiengangsstrukturen) und angebundenen Prüfungsleistungen hat jedoch ein gegenteiliges Ergebnis gebracht: Die Ordnungen, Modulkataloge und Regeln sind so umfang- und zahlreich, dass weder Studierende noch Lehrende ihre Studiengänge in Gänze verstehen und dass die Anrechnung von Leistungen in vielen Fällen nur durch bewusste Regelmissachtung möglich ist. Die Verknüpfung von ECTS mit starren Modulstrukturen, die in Modulkatalogen und Prüfungsordnungen festgelegt werden, hat dem Studium jede Flexibilität genommen und interessengeleitetes Lernen und Forschen zugunsten vermeintlicher Vergleichbarkeit in einen ausweglosen Studienverlauf gepresst (Veranstaltungen aus Modulen können nicht für andere Module angerechnet werden, denen sie nicht zugeordnet sind, Module können nicht doppelt, Module anderer Studiengänge nur sehr begrenzt belegt werden), die Verschulung der Geisteswissenschaften schreitet unter diesen Voraussetzungen unweigerlich voran.

Wie konnte das passieren, wenn es gar keine verbindlichen Vorgaben von den Ministerien gab? In vorauseilendem Gehorsam haben die Universitäten, Studiengangsplaner und Fachbereiche in den europäischen Erklärungen nach Andeutungen für mögliche zukünftige Bestimmungen gesucht und diese in ihrem Profilierungswahn nach und nach umgesetzt. Den Ministerien kommt die entstandene Struktur entgegen, können sie doch um so leichter Leistungs- und Zielvereinbarungen für die Universitäten vorgeben und auf Landesebene relational Gelder umverteilen. Die Kritik an Bologna ist also darum so schwer, weil es einfach keine Verantwortlichen gibt (Stichwort: Standortprofilierung). Auch der Vorwurf des Neoliberalismus perlt an den Verfechtern der Reform ab, weil sie doch im Anschluss an das Kommunique von Prag (2001) und die Erklärung von Leuven (2009) bürgergesellschaftliche Zielsetzungen verfolgen. Das bedeutet, dass die bisherige Form der Kritik an Bologna die Reform stärkt. Im Umkehrschluss bedeutet es aber gleichsam, dass die Strukturen auch wieder aufgebrochen werden können.

Wir setzen uns dafür ein, dass…

  • die Strukturen flexibilisiert und die Versprechen von Bologna realisiert werden.

Die Modulkataloge sollen aufgeweicht werden. Außerdem sollen Veranstaltungen in viel größerem Umfang als bisher auch aus anderen Fachbereichen und an anderen Universitäten belegt werden können. Auch ein studium generale im Bachelor zu verankern, wäre denkbar.

  • Interdisziplinarität gesteigert wird.

In Wahlpflichtmodulen sollen vielfältiger als bisher Veranstaltungen an anderen Instituten belegen werden können.

  • das Spektrum der Prüfungsleistungen sinnvoll ergänzt wird.

Beispielsweise können Studien- und Prüfungsleistungen sinnvoll gekoppelt werden (mündliche Verteidigung von Hausarbeiten usw.) und so die Qualität der studentischen Arbeiten erhöht und die Punktejagd eigedämmt werden.

  • die Qualität der Lehre gesichert und gesteigert wird.

Wissenschaftliche Lehre und gute Lehrerausbildung schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich und dürfen nicht zu Lasten des jeweils anderen gestärkt werden. Vielmehr müssen wir einen gemeinsamen Weg beschreiten. Darum stellen wir uns gegen eine aggregierende school of education als Quasi-Fakultät und setzen uns in den akademischen Gremien für qualitativ hochwertige Lehre ein. Dazu gehört auch, die Wissenschaftlichkeit zu steigern, Theorien und Konzepte der Geschichtswissenschaft zu vermitteln, um wissenschaftliches, reflektierendes, kritisches Denken zu lehren.

Das Konzept „Universität“

Leibniz Universität hannover

Leibniz Universität Hannover

Was ist die Universität heute? Ausbildungsfabrik, Bildungsdienstleister oder freie Denkstätte, die Raum für individuelle Entwicklung bietet? Wir glauben, die Uni ist beides. Aber mit besorgniserregender Geschwindigkeit verliert die Denkstätte immer mehr Winkel und Ecken, wird glatt geschliffen zu einem hübschen, runden Endprodukt – und mit ihr die Studierenden gleich mit. Woran liegt das? Wie kann man das ändern? Ist es überhaupt nötig, diese Entwicklung aufzuhalten? Wir glauben ja. Denn Universität ist keine Schule und nicht der Ort für stumme Bildungskonsumenten, die in ihren Seminaren sitzen, ohne sich zu beteiligen.

Flexibilität und Anforderung im Studium vereinbaren

Studierende müssen die Zeit und Möglichkeiten haben, rechts und links vom Stundenplan zu registrieren, was sie eigentlich studieren und wieso. Nur wenn diese Möglichkeit gegeben ist, kann die Universität die Persönlichkeitsbildung und die bürgergesellschaftliche Bildung der Studierenden wahrnehmen. Gleichzeitig sollten Dozierende aber auch von ihrem Recht Gebrauch machen, Störenfriede und Bildungszombies zu sanktionieren, wenn es darum geht, die Kommiliton*innen in qualitatives inhaltliches und wissenschaftliches Arbeiten einzuführen. Es gilt, Wissen nicht nur wiederzukäuen, sondern kritisch zu hinterfragen, an der Lehre aktiv teilzunehmen. Dass dies möglich ist, ist vielen Studierenden überhaupt nicht klar. Sie kommen direkt von der Schulbank in den Hörsaal und lernen stumm weiter auswendig.

Selbstbestimmt studieren und Anforderungen transparent machen

Um ein selbstbestimmtes Studium zu ermöglichen, müssen die starren Strukturen aufgeweicht werden, gleichzeitig müssen die Anforderungen an Dozierende und Studierende transparent dargelegt werden. Die Studierenden müssen die Möglichkeit haben, innezuhalten, sich umzuschauen und das Studium als Studium und nicht als reine Berufsausbildung wahrnehmen zu können. Gemeinsam mit der Institutskonferenz und den Studiengangskoordinatoren sollten wir ein Konzept entwickeln, dass es den Studierenden möglich macht, die benötigten Punkte (so flexibel wie möglich) zu sammeln und gleichzeitig die Punktegeierei in den Seminaren zu beenden. Erstsemestern sollte gleich von Beginn an klar gemacht werden, dass sie selbstständig entscheiden, wo sie welche Leistungen erbringen möchten und dass es dazu eine Vielzahl von Optionen gibt, welche jedoch nicht stundenlang in Seminaren diskutiert, sondern individuell mit den Dozierenden besprochen werden können. Diese Freiheit muss den Studierenden vermittelt werden und Studierende als mündige Mitstreiter in Forschung und Lehre angesehen werden.

Gemeinsam Lernen, Forschen, Lehren – Universität gemeinsam gestalten

Woran forschen die Dozierenden? Welchen theoretischen Strömungen folgen sie? Und welchen nicht? All das sind Fragen, denen ein Seminar oder sogar eine Vorlesung Raum geben kann. Sie binden Studierende und Dozierende wieder näher aneinander und trainieren kritische Auseinandersetzungen mit den behandelten Themen. Gleichzeitig können kleinere Veranstaltungen im lockeren Rahmen (zum Beispiel die geplante „Auf ein Bier mit…“-Reihe oder die Spätlese) Brücken zwischen Studierenden und Dozierenden bauen, können Berührungsängste gemindert werden. Gemeinsam mit den Dozierenden und Studierenden des Historischen Seminars wollen wir uns ab dem Sommersemester in regelmäßigen offenen Diskussionsrunden über unsere Vorstellung der Universität und die Stärken und Schwächen des Historischen Seminars austauschen, um es gemeinsam nach den Vorstellungen und Wünschen der Fachgruppe zu gestalten.

Im Umgang mit der Wissenschaft das Denken lernen

Gerade in den Geisteswissenschaften plädieren wir für mehr und differenzierte Einführungsveranstaltungen! Studierende gehen ohne Grundwissen über Theorien und Praxis ihres Fachs in hoch spezialisierte Seminare, ohne überhaupt zu wissen, wie wissenschaftliche Arbeitet funktioniert. Das Argument, dass Studierende in niedrigeren Semestern mit der Vielzahl von Theorien nicht umgehen könnten und ihre fehlende Qualifikation für wissenschaftliches Forschen nicht ausreichend sei, weisen wir zurück: so entwickeln die Studierenden kein Bewusstsein für ihre Wissenschaft, entwickeln keinen Blick für theoretisch geprägte Herangehensweisen und die Praxis des wissenschaftlichen Handwerks lernen sie auch nicht. Kein Wunder, dass ihre Abschlussarbeiten häufig nicht den wissenschaftlichen Standards entsprechen. Auch sollten viel häufiger Ideen und Initiativen der Studierenden gefördert (nicht nur gefordert!) und projektorientiert durch den Studienverlauf begleitet werden.

Sag uns deine Meinung!

 

Liebe Kommilitonen,

als studentische Vertretung sind wir auf die Meinung derer angewiesen, die wir vertreten. Darum möchten wir eure Meinung erfahren – zu einzelnen Veranstaltungen, zu unserer Studienberatung, zum HistorikA-Café, aber auch zu generellen Umständen am Historischen Seminar und der Universität.

Dazu laden wir wie immer ganz herzlich ein, an unseren hochschulöffentlichen Sitzungen mittwochs um 18 Uhr (in der Vorlesungszeit) teilzunehmen und mit uns über alle aktuellen oder relevanten Fragen zu debattieren, Veranstaltungen zu organisieren oder Ideen einzubringen.

Wer nicht an unseren SItzungen teilnehmen kann oder möchte, sich anonym äußern möchte oder dringend etwas loswerden will, der kann uns eine Mail an Studierendenrat.Geschichte@googlemail.com schicken, eine Nachricht bei Facebook oder eine „Rezension“ auf unserer Facebook-Seite hinterlassen oder uns eine Nachricht über dieses Kontaktfeld schreiben. Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen!


Ständige Termine

Ratssitzungen
mittwochs, ab 18 Uhr, HistorikA-Café (in der Vorlesungszeit!)

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