Öffentlichkeitsarbeit

Die Zahl der hochschulpolitisch aktiven Studierenden in den akademischen und studentischen Gremien, in studentischen Hochschulgruppen und Initiativen ist (nicht nur) an der Universität Hannover, gemessen an der Zahl der Studierenden, sehr gering. Das hängt einerseits mit generellem Desinteresse an (hochschul-) politischen Fragestellungen zusammen, andererseits aber auch mit den strukturellen Bedingungen des Studiums und unzulänglicher Eigenwerbung der Studierendenschaft. Das führt zu einem Teufelskreis, denn: Wenig Partizipation hat elitäre Effekte, und elitäre Wissenshierarchien führen zu wenig Partizipation!

Innerhalb der Studierendenschaft wird Öffentlichkeitsarbeit als unwichtig abgetan, aus zeitlichen Gründen nur halbherzig und unprofessionell praktiziert oder reproduziert häufig nur innerhalb des politisch-theoretischen Dunstkreises des Urhebers verständliche Phrasen und Kampfbegriffe, die Erika Musterstudierende und Otto Normalstudierender reflexartig abschrecken, anstatt sie für wichtige Inhalte zu gewinnen. Auch eine progressive linke Hochschulpolitik muss diese psychologischen Mechanismen anerkennen und folgerichtig für sich nutzen. Dabei geht es nicht um die populistische Bedienung von Masseninteressen, sondern um bewusste Artikulationen, die kritisch und sympathisch zugleich auftreten und sich das Prinzip der aktivierenden Befragung zu Nutze machen. Studierende müssen sich angesprochen fühlen, Interesse für hochschulpolitische Prozesse und Problemfelder, für soziales Engagement usw. entwickeln und langfristig in die hochschulpolitische Arbeit der Studierendenschaft eingebunden werden. Glückliche und engagierte Kommilitonen sind die beste Eigenwerbung für studentische Interessenvertretungen. Es muss darum gehen Resonanzsphären zu schaffen, einen Habitus des „Ich ändere durch meine Beteiligung am Wir (der Gesellschaft, der Studierendenschaft) etwas in der Gesellschaft, das positiv auf mein Lebensumfeld zurückfällt!“ zu pflegen.

 

Darum wollen wir…

  • studentische Öffentlichkeitsarbeit professionalisieren.

Mit der Organisation eines Workshops zu PR/Öffentlichkeitsarbeit in der Studierendenschaft wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Studierendenschaft als ernstzunehmenden Akteur in der (Hochschul-) Politik zu positionieren und die Partizipation für Studierende attraktiver zu machen.

  • Wissenshierarchien aufbrechen.

Mit der Initiative „Lasst euch nicht foppen!“ für Transparenz und Mitbestimmung in der Hochschulpolitik sollen Entscheidungsprozesse transparent dargestellt und unsere hochschulpolitische Arbeit begleitet werden. Dazu müssen wir stetig Informationen sammeln, aufbereiten und zur Verfügung stellen, Positionen beziehen und Prozesse erklären. Dadurch möchten wir zur Partizipation anregen und Hürden überwinden.

  • stärker als Akteure in der Öffentlichkeit auftreten und dadurch die Aufgabenfelder und Arbeitsweisen in der Studierendenschaft erklären.

Neben offenen Briefen, Kommentaren und anderen textlichen Präsentationen wollen wir mit (bewegten) Bildern auf uns und unsere Arbeit und die Arbeit in der Studierendenschaft hinweisen.

  • „how-to-HoPo“ in den verpflichtenden Tutorien der Basismodule etablieren.

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