Betreff: Feuerle und LfbA-Stelle

Im Avalist veröffentlichten wir einen offenen Brief an Herrn Barke, in der wir um Unterstützung bei der Entfirstung unserer LfbA-Stelle baten. Diese LfbA-Stelle wird derzeit von Herrn Feuerle bekleidet. Herr Feuerle wird zu 99% unser Seminar am 28.2.2013 verlassen.

Seine Stelle umfasst u.a. folgende Aufgabenbereiche:
Grundlagenmodul – Anerkennungsverfahren – Bafög-Angelegenheiten – Studienberatung – Studiengangskoordination.

Diese Stelle dürfen wir nicht verlieren! Die Zentralisierung der Aufgabenbereiche ist so sinnvoll, wie wenig anderes an dieser Universität und diese Stelle ist wichtiger, als jede Professur – Professuren kann man durch Lehraufträge ersetzen.
Doch was ist seit dem offenen Brief passiert?
Herr Barke hat reagiert – er will ein Gespräch mit Frau Hatzky führen. Dieses Gespräch findet am 6.11. statt.
Der Vorstand hat sich getroffen, um darüber zu entscheiden, ob sie überhaupt einen Antrag auf Entfirstung beim Dekan stellen wollen. Das Treffen blieb ohne Ergebnis, man wolle auf weitere Informationen warten. Nur ein Professor war im Stande offen (!!) zu sagen, dass die Stelle behalten werden muss. Die anderen wollen das irgendwie auch, nur kommunizieren sie es nur auf den Fluren. Die Kompetenzen werden hin und her geschoben, die Absicht überhaupt etwas zu tun, scheint gering. Der Vorstand tagt wieder am 7.11. um 9.15 h.

Regelmäßig bekommen wir Solidaritätsbekundungen von Studierenden, Vertretern des Mittelbaus und auch von Professoren, die unsere Forderung unterstützen. Wie der Vorstand so unentschlossen sein kann, ist für uns nicht nachvollziehbar.
Wir – und wenn hier wir steht, meinen wir auch die anderen Studierenden an diesem Seminar – sind äußerst enttäuscht von der Trägheit und Lethargie unseres Vorstandes und
wollen die Stelle entfristet sehen!

und hier nocheinmal der offene Brief:
Verbleib von Herrn Dr. Feuerle

Sehr geehrter Prof. Herr Barke,

Herr Dr. Feuerle ist bei uns im Seminar in einer LfbA-Stelle angestellt. Diese LfbA-Stelle ist nur befristet und Herr Dr. Feuerle kann leider nicht weiter befristet angestellt werden. Da Sie bei Ihrem Besuch in unserer Fachschaft sagten, Sie hätten ein offenes Ohr für studentische Belange, wenden wir uns nun in Vertretung aller Studierenden des Historischen Seminars an Sie und möchten  uns ausdrücklich für eine unbefristete Anstellung von Dr. Mark Feuerle aussprechen.
Zu Herrn Dr. Feuerles Aufgaben gehören die Studiengangskoordination und die Lehre im Bereich der Einführung in die Geschichtswissenschaft. In diesen Bereichen hat sich Herr Dr. Feuerle so hervorgetan, dass wir es als enormen Verlust betrachten würden, wenn er gezwungen sein sollte, unsere Einrichtung zu verlassen.
In seiner Funktion als BAföG- und Studiengangskoordinator hat sich Herr Dr. Feuerle immer wieder als umsichtig und kompetent erwiesen, auftretende Probleme zwischen Studierenden und ihren jeweiligen Fakultäten bzw. Instituten sowie allen beteiligten Prüfungs- und Immatrikulationsämtern schnell und unkompliziert zu beseitigen. Auch die Qualität von Herrn Dr. Feuerles Lehre beweist nicht zuletzt unsere Nominierung für den Preis für Exzellente Lehre im Jahr 2010, den er zunächst fakultätsintern und dann universitätsweit gewann und den Sie ihm persönlich überreichten.
Zudem möchten wir auf sein regelmäßig stattfindendes Seminar „Lauter Rätsel – ungelöste Forschungsfragen des Mittelalters“ hinweisen. Dies erfreut sich so großen Interesses, dass viele Studierende die Teilnahme bereits seit mehreren Semestern fest in ihren Veranstaltungsplan integriert haben, obwohl sie keinerlei ECTS-Punkte aus diesem Modul benötigen. Einige der Gründe hierfür sind der kommunikative Charakter der Veranstaltung und die interessante Themenfindung, vor allem jedoch der stark forschungsorientierte Ansatz. Aus dieser Veranstaltung gingen letztlich das Forschungsprojekt „Geldmenge, Warenmenge, Inflation“ hervor, das mit einer studentischen Publikation gekrönt wurde, sowie auch das gegenwärtig stattfindende Forschungsprojekt „The Laughing Ages“.
Durch die notwendige Neugestaltung des Einführungsmoduls durch Herrn Dr. Feuerle erhalten neue Studierende einen systematischen Zugang zur Geschichtswissenschaft. Diese Neugestaltung ist, retrospektiv betrachtet, eine Maßnahme, die viele der Studierenden höherer Semester vermissen, da sie diese Kenntnisse teilweise mühsam aus einer Vielzahl von Veranstaltungen extrapolieren mussten. Nicht wenige Studierende höherer Semester besuchen daher zusätzlich ohne ECTS-Punkte zu erwerben Herrn Dr. Feuerles Seminare zu den Themen  „Lesen“, „Schreiben“ und „Reden“ oder aber seine Vorlesung „Geschichte – Theorie und Methode einer Wissenschaft“.
Neben seinen Bemühungen um eine lebendige und fundierte Lehre sind auch seine Offenheit und Kommunikationsbereitschaft im Bezug auf studentische Belange hervorzuheben. So unterstützte er die vom Studierendenrat organisierte Vortragsreihe „Geschichte. Und Jetzt?“ mit zahlreichen Empfehlungen für Vortragende und hielt selbst einen Vortrag über den Weg des Historikers in die Wissenschaft.
Auch außerhalb seiner Lehr- und Forschungstätigkeiten sind Herrn Dr. Feuerles Anstrengungen für das Historische Seminar im Allgemeinen hervorzuheben. Mit seinem Engagement konnte er etliche Gastdozenten wie Prof. Helwig Schmidt-Glintzer, Prof. Bernd Ulrich Hucker oder Dr. Mustafa Gençer für Vorträge und Veranstaltungen gewinnen, wobei aus dem Kontakt zu Letzterem, auf Herrn Dr. Feuerles Initiative hin, eine dauerhafte Partnerschaft zur Universität Bolu /Türkei entstand.
Die Verbindung von Studienberatung, BAföG- und Studiengangskoordination und Einführungsmodul ist eine sinnvolle Verknüpfung; wir sind diesbezüglich der Ansicht, dass es im Falle eines Ausscheidens von Herrn Dr. Feuerle äußerst schwierig — wenn nicht gar unmöglich — sein dürfte, einen gleichsam geeigneten Kandidaten zu finden, der diese vielfältigen Bereiche mit ähnlichem Engagement, Erfahrung und gleicher Sachkenntnis auszufüllen vermag. Da Herr Dr. Feuerle diese Position zur allseitigen Zufriedenheit ausfüllt und dabei das uneingeschränkte Vertrauen der Studierenden genießt, halten wir den dauerhaften Verbleib von Herrn Dr. Feuerle am Historischen Seminar für zwingend notwendig. Nach unseren Informationen war eine Entfristung von Stellen in anderen Fällen ebenfalls möglich.
Wie Sie sehen wäre Herr Dr. Feuerle sowohl in der Studiengangskoordination als auch in der Lehre ein außerordentlicher Verlust für uns Studierende, aber unsere studentischen Möglichkeiten sind nun leider ausgeschöpft. Wir hatten Gespräche mit der StuKo und dem Vorstand unseres Seminars – als auch mit Herrn Prof. Dr. Dr. Noormann. In unseren Augen wäre es äußerst peinlich, einen so guten Dozenten wie Herrn Dr. Feuerle zu verlieren, weil er nicht unbefristet angestellt werden kann. Wir möchten Sie nun bitten, sich in unserem Interesse für die Entfristung der Stelle von Herrn Dr. Feuerle einzusetzen.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen,

Studierendenrat Geschichte


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