Stellungnahme zur geplanten Strukturreform!

Strukturreform? SAUER!

Was und Wieso?

Am 21.12.2011 um 14.00 Uhr entscheidet der Senat der Universität über einen Entwurf zur Strukturreform unserer Universität. Anfang des Jahres entscheidet das Präsidium, ob dieser Entwurf in die Tat umgesetzt wird. Erich Barke, Präsident unserer Universität, äußerte sich auf Anfrage des AStA zu diesen Plänen wie folgt: „Hier wird […] über die Kompetenzen auf den verschiedenen Gliederungsebenen sowie spezifisch über die Abläufe bei der Ressourcenverteilung diskutiert.“

In seiner Stellungnahme betont Barke die Verbesserung der Strategiefähigkeit der Universität, erwähnt eine Verbesserung der Lehre aber nicht. Das Präsidium will also primär die Strategiefähigkeit der Universität ausbauen. Dafür will es Wege schaffen, Ressourcen nach neuen Vorgaben zu verteilen. Ressourcenverteilung heißt hier z.B. dass die einzelnen Fächer bei einer zentralen Stelle um Gelder (u.a. Drittmittel) kämpfen müssen, was den Wettbewerb unter den Fächern deutlich verstärkt. Sollte ein Fach zu den „Verliererfächern“ gehören, bekommen die dem Fach angehörenden Studierenden eine schlechtere Lehre. Außerdem bedeutet eine Ressourcenverteilung auch, dass Personalbudgets und daraus folgend Stellen gekürzt werden können, was großen Einfluss auf das Betreuungsverhältnis haben wird.

Der Studierendenrat Geschichte ist GEGEN diese geplante und in Ansätzen schon vor Entwurfsbeschluss bekannte Strukturreform.

  • Wir sehen keine Notwendigkeit, die Verwaltungsstrukturen außerhalb der Dezernate zu reformieren.
  • Wir wollen keinen Stellenabbau: weniger Sekretariate, weniger Professuren und weniger Mittelbau  bedeuten eine schlechtere Lehre und Betreuung.
  • Wir wollen keine Benachteiligung kleinerer Fächer und damit Einschränkungen in der Studierbarkeit interdisziplinärer Schwerpunkte.
  • Wir wollen keine Einschränkungen der studentischen Vertretung in den Gremien.
  • Wir wollen nicht, dass Verbesserungen der Bachelor- und Masterstudiengänge dank neuer Strukturen nicht durchgesetzt werden können.

 Wir sehen keine Vorteile für die Lehre

in einer Verwaltungs- und Ressourcenreform!

Begründung der Stellungnahme des Studierendenrat Geschichte:

Zuerst möchten wir festhalten, dass wir uns nicht nur als Studierende, sondern weit darüber hinaus, im Historischen Seminar wohl fühlen. Sowohl die Kommunikation als auch der Umgang mit Widersprüchen und Konflikten mit Verwaltung, Mittelbau sowie Professorinnen und Professoren sind zu unserer Zufriedenheit. Wir sehen keinen Grund, diese funktionierenden Strukturen aufzubrechen oder gar das Historische Seminar abzuschaffen und in irgendeine Form von Departments mit anderen Instituten einzugliedern. Vielmehr sehen wir hier die Gefahr einer Beratung durch fachfremde Personen in Verwaltung und Lehre.

Wir HistorikA arbeiten mit beträchtlichem Erfolg aktiv in Studienkommission, Institutsvorstand und Institutskonferenz mit. Wir betreiben mit dem HistorikA-Café ein selbstverwaltetes Café, mit dem FCKW eine Fußballmannschaft, mit dem Avalist eine studentische Zeitschrift. Wir veranstalten über die gängigen Fachschaftspartys im „Bei Chéz Heinz“ hinaus regelmäßig verschiedene Veranstaltungen, wie den offenen Literatur- und Belletristikabend „Spätlese“, den HistorikA-Spieleabend, das Sommerfest im Welfengarten und mit der längsten Tradition die HistorikA-Cocktailabende. Wir haben darüber hinaus mehrere Internetpräsenzen zur Kommunikation dieser selbstverwalteten Projekte. Außerdem veranstalten wir mit großem Erfolg eine Vortragsreihe, die Berufsperspektiven für Geistes-wissenschaftler aufzeigen soll. Zuletzt veranstalten wir jährlich eine umfangreiche Woche für Erstsemester mit persönlicher Beratung, mehreren Veranstaltungen und viel persönlichem Kontakt. In diesem Jahr kam eine ErSie-Fahrt hinzu.

Wir bekommen für unser Engagement kein Geld und keine Creditpoints. Wir bekommen dafür ein Historisches Seminar, in das wir gerne gehen und welches ein Stück Lebensraum für uns darstellt. Dieses ist uns viel Herzblut wert, dieses bringen wir gerne auf und die Studierenden am Historischen Seminar haben es auch schon vor unserer Zeit gerne getan.

Wir lassen uns dies alles nicht wegnehmen!

Wir sind von unserem Präsidenten zutiefst enttäuscht, dass er bei seinem Besuch in unserer Sitzung diese Überlegungen nicht einmal erwähnte und trotzdem behauptete, die Beziehungen zu den Fachschaften verbessern zu wollen.

Herr Elspass (Hochschulplaner, Controller) tut uns Unrecht, wenn er unsere Strukturen als „historisch gewachsen und damit ineffizient [sic!]“ diffamiert. Lieber Herr Elspass, besuchen Sie eines unserer Seminare und lernen sie die Effizienz historisch gewachsener Strukturen kennen!

Lassen Sie die Finger vom Historischen Seminar!

Gez. Studierendenrat Geschichte


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