FCKW: Hochschulsportfest und Nachholturnier

Vielen Dank an Teamchef Marius für den ausführlichen Bericht zum Hochschulsportfest am 22.6. und dem Nachholturnier vorige Woche.

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Nach dem kräftezehrenden 3:3 im letzten Spiel der Campusliga (gegen den späteren Vize-Meister) stand nur einen Tag später am 22. Juni bereits das alljährliche Hochschulsportfest an. Gleich zwei gemeldete Mannschaften wollten hier ihre sportlichen Ambitionen geltend machen und das historische Seminar und die goldenen Farben würdig vertreten. Wegen parallel stattfindender Spiele und der sportlichen Beteiligung des Verfassers kann an dieser Stelle leider nur von den Begegnungen der „Oldstars“ berichtet werden. In den Köpfen war noch die Schmach vom letzten Jahr präsent, sodass trotz schwerer Beine für genügend Motivation gesorgt war. Bei 80 gemeldeten Mannschaften (Anmelderekord) wurden dem FCKW drei unbekannte Mannschaften zugelost, was in Verbindung mit der kurzen Spieldauer von nur zehn Minuten auch Probleme bereiten kann. Wie stellt man sich auf? Wie spielt der Gegner? Zeit für Grübeleien oder Experimente blieb allerdings nicht, da man bereits das zweite Spiel bestreiten durfte. Früh machte sich die Erkenntnis breit, dass es bei zehn Minuten Spielzeit nur eine Maxime geben darf: Vollgas. Die Abwehr um Routinier Claus stand sicher, im Mittelfeld wurden konsequent die Zweikämpfe angenommen und der Druck aufs gegnerische Tor kontinuierlich erhöht. Bereits die erste Großchance wurde von Allrounder Christian eiskalt genutzt. Einen zu kurz abgewehrten Ball drosch er eiskalt aus mittlerer Entfernung links unten in die Maschen. Wenig später erhöhte Goalgetter Björn auf 2:0. Leider kehrte ab diesem Zeitpunkt der Schlendrian ein. Leichtsinnige Ballverluste im Mittelfeld und nicht ausreichende Klarheit in den Abwehraktionen sorgten für den Anschlusstreffer der Gegner kurz vorm Schluss. Dabei blieb es jedoch auch. Ein insgesamt souveräner Sieg im ersten Spiel und verdiente drei Punkte. Das zweite Spiel des Tages bestritt der FCKW gegen die Mannschaft „Junger Tropfen“, die durch ihre schnelle und technisch starke Spielart zu einem unangenehmen Gegner wurden. Zunächst entstand aus einem Torwartfehler jedoch der Führungstreffer. Der Fänger der Jungtropfen ließ einen Rückpass per Stoppfehler durch und so stand es nach kaum einer Minute bereits 1:0 für den FCKW. Der Gegner versuchte nun über Sturmläufe ins Spiel zu kommen. Die scheiterten jedoch am Abwehrbollwerk. Bereits im Mittelfeld ging man aggressiv in die Zweikämpfe, biss sich fest und zerstörte so das gegnerische Spiel. Für zusätzliche Energie sorgte die Musik von Minimal-Gott Paul Kalkbrenner, der vom DJ des Hochschulsportfestes in weiser Voraussicht in der Mitte des Spiels aufgelegt wurde. Derart ermutigt kam Stürmer Björn noch zu einigen Chancen, die für Entlastung sorgten. Unter ersten Regentropfen erfolgte bald darauf der Abpfiff, sodass man eilig die Taschen schnappte und eine Unterstellmöglichkeit suchen musste. In der Folge entwickelte sich ein Gewitter mit sinnflutartigen Regenfällen über Stunden hinweg, sodass das Turnier schlussendlich abgebrochen werden musste. Sehr bedauerlich, zumal bei der Formkurve einiges drin gewesen wäre. Wer weiß, wohin der Weg noch geführt hätte.

Unsere Youngsters, die im Übrigen noch nie in der Zusammensetzung gespielt hatten, verloren ihr erstes Spiel nur knapp mit 1:0 und konnten im zweiten Gruppenspiel nur durch einen späten Ausgleich um drei Punkte gebracht werden. Ein beachtliches Ergebnis und wiederum die Frage, wie das letzte Gruppenspiel und das weitere Turnier verlaufen wären.

Drei Wochen später sollte das Turnier nachgeholt werden. Doch anstatt wie beim ersten Termin auf fairen Wettbewerb und Sportsgeist zu setzen, wurden den Historikern nun an jeder Stelle Steine in den Weg gelegt. Offenbar hatten sich die Beschwerden gegnerischer Teams gehäuft, wonach mit fairen Mitteln ein Spiel gegen die Übermannen des FCKW nicht zu gewinnen sei. Dass viele Mannschaften alleine schon von der Präsenz eines Historiker-Teams abgeschreckt wurden, machte sich schon in der Zahl gemeldeter Teams deutlich. Gleich 52 Mannschaften bekamen kalte Füße und zogen ihre Teilnahme zurück, sodass von 80 ursprünglichen Teams lediglich noch 28 im Rennen blieben. Aber auch beim FCKW machten sich personelle Engpässe bemerkbar: neben Mittelfeldmotor Christian (Fußverletzung) fehlten etliche Helden der Arbeit und Klausuren. Insgesamt fand sich lediglich ein Rumpfteam von 7 Leuten. Zunächst bewahrheitete sich jedoch die alte FCKW-Weisheit, wonach die besten Leistungen stets mit den schlechtesten Voraussetzungen vollbracht werden. Im Spiel gegen Lokomotive Leibniz, die bereits das ganze Semester in weiser Voraussicht parallel trainiert hatten, um (nicht vorhandene) Schwächen auszuspionieren, wurde sich durch couragierte Laufarbeit im Mittelfeld und konsequentes Abwehrverhalten ein Übergewicht erspielt. Sturm-Ass Björn glänzte heute als Vorbereiter und legte mustergültig für Alex und Marius auf, die dem gegnerischen Torwart keine Chancen ließen und eiskalt vollstreckten. Die Gegner kamen noch zum Anschlusstreffer, blieben jedoch am Ende trotz Auswechselspielern bei längerer Spielzeit als beim regulären Turnier (18 statt 10 Minuten) chancenlos unterlegen. Die beiden anderen Gruppenspiele sollten direkt hintereinander liegen, was für ungläubiges Kopfschütteln in Anbetracht eines solch offensichtlich manipulierten Spielplans sorgte. Darüber hinaus wartete die Bibliotheksmannschaft Verleihnix, sonst eher bekannt für die olympische Devise „Dabei sein ist alles“, mit einem verjüngten und verstärkten Team auf, dass die Verteidigung unter Abwehr-Chef Claus in Bedrängnis brachte. Unter dem dauerhaften Druck der übermotivierten und neu verpflichteten Vereinsspieler brach der Verteidigungswall schließlich und Torwart Jan musste zwei Mal hinter sich greifen. Bei diesem niederschmetternden Ergebnis sollte es jedoch nicht bleiben. In einem Luftduell prallte Kapitän Marius schmerzhaft mit einem Gegner zusammen, konnte jedoch das Turnier noch beenden. Diagnose später: Rippenbruch. Obwohl an dieser Stelle keinesfalls Absicht unterstellt werden soll, wirft der angewinkelte Arm des Gegenspielers doch die Frage auf, inwieweit eine Verletzung des Gegners nicht vielleicht doch billigend in Kauf genommen wurde. Direkt im Anschluss, die Zeit reichte gerade so für den Feldwechsel, ging es zum dritten Gruppenspiel gegen die frisch ausgeruhten Kicker von Pro Evo Soccer. Im Laufe des Spiels verletzte sich Offensivkraft Björn, sodass in Unterzahl und verletzungsgeschwächt eine herbe 0:5 Klatsche gegen die aggressiv aufspielenden Opponenten kassiert wurde.

Was bleibt als Fazit nach diesen ambivalenten Turnieren bzw. der laufenden Saison? Der FCKW ist immer für eine Überraschung gut. Die Stärken liegen in der wohldurchdachten Mischung aus Routiniers und Neulingen, dem ausgeprägten Mannschaftsgeist und dem Glanz des Teams, der sich auch in der goldenen Farbgebung der Trikots wiederspiegelt. Vielleicht ist es genau diese Aura der Vollkommenheit, die bei Offiziellen und Gegnern immer wieder für Neid und Missgunst sorgt. Anders lässt dich das diesjährige Konglomerat an Behinderungen nicht erklären. Unbeirrt davon geht es jedoch auch in der vorlesungsfreien Zeit munter weiter: Mittwochs von 17:30 – 19:00 Uhr werden wieder Ballstaffetten eintrainiert und Freistoßvarianten geübt. Kommt vorbei!


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