Demo gegen Bildungsabbau – Resumé

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Lediglich 300 Schülerinnen und Schüler und einige wenige Studierende fanden sich gestern am Steintor ein, um gegen den Bildungsabbau und die Ökonomisierung des Bildungssystems zu demonstrieren. Die Demoroute führte vorbei am MWK, dem Neuen Rathaus, dem Kultusministerium und endete am Opernplatz mit einer Abschlusskundgebung. Der Studierendenrat Geschichte stellte mit zehn Vertretern die wohl mit Abstand größte Gruppe von Studierenden, andere Fachschaften oder Hochschulgruppen waren nicht vertreten. Eine bedauerliche Entwicklung: Noch vor wenigen Jahren gingen über 10.000 Studierende in Hannover auf die Straßen, um gegen Bildungsabbau, Studiengebühren und für ein soziales, selbstbestimmtes Studium zu demonstrieren. Nicht lange ist es her, dass europaweit Hörsäle besetzt wurden, um gegen den Bologna-Wahnsinn zu protestieren und bildungspolitische Forderungen durchzusetzen.
Akzeptanz? Resignation? Schicksalsergebung? Es ist bereits so weit gekommen, dass einzelne Fachschaften der LUH Empfehlungen an die Erstsemester des kommenden doppelten Abiturjahrgangs rausgeben wollen, ihr Studium an anderen Hochschulen zu beginnen, um ein qualitatives Studium in Hannover überhaupt gewährleisten zu können. Unsere neuen Kommilitonen sollen ausbaden, was uns die Bildungspolitik der letzten Jahre beschert hat: Fehlende Lehrkapazitäten, zu kleine Räume, zu wenig Studienplätze. Der Vorschlag, Vorlesungen im kommenden Semester notfalls in Kinosälen zu veranstalten, brachte viele zum Schmunzeln, zeigt jedoch bei genauerer Betrachtung die verzweifelte Lage, in der sich unsere Hochschule befindet. AStA-Referent Kristian Kröger bringt es angesichts von Studiengebühren und fehlender Ausfinanzierung auf der gestrigen Demo vor dem MWK auf den Punkt: „Studiert einfach nicht in Niedersachsen!“
Anstatt unseren neuen Kommilitonen Steine in den Weg zu legen, sollten wir uns als Studierendenschaft gemeinsam bemühen, die Wurzeln der Probleme anzuprangern. Grade angesichts fortschreitender Missstände muss der Protest auf die Straße getragen werden! Gemeinsam muss ein Zeichen gesetzt werden, dass es so nicht weitergehen kann! Dem zunehmenden Leistungsdruck, der sozialen Selektion und dem allgemeinen Bildungsabbau muss entschieden entgegen getreten werden! Unser gemeinsames Ziel muss sein, unsere Landesregierung in die Verantwortung zu nehmen und zu zeigen: Nicht mit Uns! Und dies erreichen wir nur, wenn wir als Studierendenschaft geschlossen auftreten, gemeinsam und solidarisch agieren!
Einen Bericht der HAZ über die gestrige Demo inkl. Bilderstrecke findet ihr hier.


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